Die Nasenspülung
Bei der Nasenspülung wird Flüssigkeit in den Nasenraum eingeführt. Dabei handelt es sich meist um eine isotonische Salzlösung, da diese besonders verträglich ist und die empfindliche Schleimhaut nicht verletzt. Wichtig ist die Kopfhaltung. Leicht angeschrägt, lässt man in das eine Nasenloch die Flüssigkeit fliessen und auf der anderen Seite wieder heraustreten. Früher gehörten Nasenspülungen eher in den häuslichen Rahmen. Eine echte Indikation oder ein Wirkungsspektrum, sah man nicht. In letzter Zeit bewiesen aber Studien, das eine Nasenspülung durchaus hilfreich sein kann und nicht nur als Hausmittel abgetan werden darf.
Beim Schnupfen gelten Nasenspülungen als echtes Hilfsmittel.
Ist der Betroffene erst einmal erkrankt, hilft eine Spülung mit isotonischer Salzlösung dem Erkrankten die Symptome in den Griff zu bekommen. Schwellungen in der Nasenschleimhaut nehmen ab. Desweiteren wird weniger Schleim produziert, das häufige Niesen oder die ständige Säuberung nimmt spürbar ab. Das unangehme Gefühl der "laufenden Nase" wird durch eine gründliche Spülung eingedämmt.
Bahnt sich eine Erkältung an, ist aber noch nicht ausgebrochen, kann die Spülung präventiv benutzt werden. Beim regelmäßigen Gebrauch der Nasenspülung, nimmt die Sekretion im Nasenraum ab, es wird weniger Schleim produziert. Da der Rachenraum durch die Nase stark beeinflusst wird, gibt es aber noch weitere, positive Nebeneffekte. Eventuelle Schmerzen im Hals oder ein Hustreiz gehen zurück. Der Bedarf an Medikamenten gegen etwaiges Fieber oder Entzündungen, ist deutlich geringer. Generell fällt das individuelle Krankheitsgefühl schwächer aus, der Betroffene ist schneller wieder fit.
Weitere, exotische Anwedungsgebiete sind im Yoga vorzufinden. Hier wird die Nasenspülung als Ritual angesehen, mit der man seinen Nasenraum komplett reinigt. Umstritten ist die Anwendung im diagnostischen Bereich. Durch die Nasenspülung sollen normalerweise die Krankheitserreger herausgespült werden, um so aufzuzeigen welche Keime sich im Nasenraum befinden.
Allerdings trägt der Mensch auch im gesunden Status sehr viele Keime und Bakterien dort, die er tagtäglich einatmet und mit der Luft aufnimmt. Da in den meisten Fällen aber keine Erkrankung erfolgt, ist umstritten welchen medizinischen Nährwert etwaige diagnostische Nasenspülungen haben.
Letztendlich hat die Nasenspülung aber ihre Daseinsberechtigung verdient. Bei einem Schnupfen oder grippalen Infekt, kann sie durchaus Abhilfe schaffen. Wichtig ist nur die korrekte Anwendung und die Beratung durch den Arzt, ob diese Behandlung für den Betroffenen in Frage kommt.